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LA FEELINGS

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Um ehrlich zu sein, waren die USA auf meiner Reise-Wunsch-Liste nie so ganz weit oben. New York hat mich natürlich früher auch schon gereizt und ist nach wie vor eine meiner Lieblingsstädte. Aber der Rest drumherum hat mich immer nur mittelmäßig interessiert. In den letzten Jahren habe ich dann aber so viel Positives über Kalifornien gehört, und das von so vielen so unterschiedlichen Menschen, dass sich irgendwann der Wunsch verstärkt hat, selbst mal dort zu sein. Als Leo und Val dann für ihre sechsmonatige Reise ganze vier Wochen in Kalifornien eingeplant haben, hat sich die perfekte Gelegenheit ergeben, da ich sie sowieso auf der Reise besuchen wollte (bzw. am liebsten direkt komplett hinterher geflogen wäre 😄 #codependentaf). Und mit wem könnte ich so einen Roadtrip besser verbringen als mit meinem Lieblingspärchen 😉 ? 

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Der erste Stop unserer Reise war Los Angeles. Obwohl Kalifornien von fast jedem empfohlen wird, habe ich über LA fast nur Negatives gehört, und dass man sich die Stadt entweder ganz sparen kann oder zumindest maximal zwei Tage dort verbringen soll. Ich wurde jetzt öfter gefragt, wie wir die Stadt nun letztendlich fanden. Wir haben trotz aller Ratschläge ganze 5 Tage dort verbracht und hatten eine sehr schöne Zeit. Das lag aber eigentlich hauptsächlich daran, dass wir uns endlich „richtig“ wiedergesehen haben und die Stimmung einfach lustig war. Es war auch sehr spannend und interessant, alles mal mit eigenen Augen zu sehen und sich selbst ein Bild zu machen. Aber ich muss schon sagen, dass ich die Stadt insgesamt eher etwas merkwürdig fand.

Also zunächst mal: optisch ist LA größtenteils echt kein Highlight. Es gibt zwar sehr hübsche Gegenden, wie beispielsweise Beverly Hills & West Hollywood. Auch die Strände waren ganz nett (wenn auch definitiv nicht die schönsten Strände, die ich je gesehen habe). Ansonsten reihen sich hauptsächlich flache charmelose Betonbauten aneinander zwischen ziemlich dreckigen Straßen auf denen sich gefühlt Millionen Autos tummeln. Den immerwährende Stau, vor dem vorher immer gewarnt wird, haben wir täglich erlebt. Für jede Strecke muss man etwa das doppelte an Zeit einplanen wegen Verkehr und Parkplatzsuche. Keine Ahnung, wie Menschen damit leben können. Wir alle sind schon nach ein paar Tagen nur noch genervt davon gewesen.

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Das Klima fand ich persönlich sehr angenehm, aber ich komme auch sehr gut mit Hitze klar und mag es gern heiß. Vor allem nach dem diesjährigen Wahnsinnssommer in Deutschland kamen mir die Temperaturen vergleichsweise human vor. Abends hat es sich immer deutlich abgekühlt, was sehr erfrischend war. Da die Amerikaner Klimaanlagen lieben und sie auch gefühlt immer auf 15 Grad einstellen, sollte man eigentlich immer was zum drüberziehen dabei haben, egal wie heiß es ist.

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Preislich ist LA ähnlich zu New York. Es ist fast alles deutlich teurer als in Deutschland, aber ich hätte es – wieso auch immer – noch teurer eingeschätzt und war daher davon eher positiv überrascht. Vielleicht bin ich mittlerweile auch etwas abgestumpft 😅 Übernachtet haben wir übrigens in zwei verschiedenen Airbnbs in Monterey Park, was nicht wahnsinnig schlecht war, aber auch echt kein Geheimtipp. Wir haben einfach das günstigste gebucht, was einigermaßen okay aussah. Die Lage war ganz in Ordnung, aber es gibt sicherlich auch Spots, von denen man überall besser / schneller hinkommt. 

Die Stimmung und die Atmosphäre waren das, was mich am meisten überrascht hat, da sie wirklich so gar nicht meinem Erwartungen entsprochen haben. Ich kannte aus so vielen Filmen und Serien das Image von LA als super hippe, entspannte, coole Stadt, in der alle Leute happy und zufrieden sind, jeder einen healthy Lifestyle hat, Greenjuice trinkt, Salat mit Superfoods isst, Aerial Yoga macht und täglich am Strand laufen geht. Vielleicht lag es daran, dass wir während der Sommerferien da waren – aber besonders viele „healthy“ People haben wir nicht gesehen und vor allem auch sehr wenige hippe Restaurants mit gesundem Essen. Es kann sehr gut sein, dass wir einfach die meiste Zeit in den falschen Ecken unterwegs waren, aber wir haben hauptsächlich Fast Food jeglicher Art gefunden. Das ist zwar auch super lecker, und für uns auch absolutes „Must“, aber ging uns allen schon nach den 5 Tagen etwas auf den Keks.  

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Das hört sich jetzt vermutlich alles sehr viel negativer an, als es war. Ich bereue es nicht, dass wir „so lange“ in LA waren, da wir uns so ein relativ ausführliches Bild von der Stadt machen konnten und alle unsere „To-DoS“ sehr entspannt abhaken konnten, ohne in Stress zu geraten und wir auch mal einfach ein paar Stunden am Strand rumliegen konnten, ohne das Gefühl zu haben, dass wir etwas verpassen. Wir hatten eine schöne Zeit und ich bin sehr happy, mal da gewesen zu sein – aber ich glaube, so schnell wird es mich nicht nochmal nach LA verschlagen. 

Was wir übrigens gemacht bzw angeschaut haben: das Hollywood Sign, den Walk of Fame, The Grove, Sugarfish Sushi, die Strände (Topanga Beach & Santa Monica Beach und Pier, ganz kurz waren wir auch am Malibu Beach sowie Venice Beach, aber dort konnten wir wegen der endlosen erfolglosen Parkplatzsuche leider nicht mehr Zeit verbringen), Frühstücken bei Urrth Café, Melrose Avenue in West Hollywood, durch Beverly Hills fahren, eine Warner Brothers Studio Tour; bei Glossier zu viel Geld ausgeben. 

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Meine absoluten Highlights waren die Studio Tour und Sugarfish #bestsushiever. Bei der Tour durfte man leider nicht filmen, ich fand aber die Einblicke hinter die Kulissen einfach super spannend und hatte richtig viel Spaß dabei (auf den Fotos seht ihr das meistbenutzte Set von Warner, das unter anderem sowohl Stars Hallow als auch Rosewood darstellt).  Erkennt es jemand von euch wieder? Zur Sushi Experience gibt’s einen ziemlich langen Abschnitt in diesem Vlog, da uns das so geflasht hat. 

So viel erst mal zu unserem ersten Stop des Roadtrips. Blogposts über die weiteren Stops werden folgen. Lasst uns gerne in den Kommentaren eure Tipps & Erfahrungen zu Kalifornien da!

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