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New York City FAQ

Seit ich in New York bin, werden mir unter jedem Foto auf Instagram und unter fast jedem Video immer wieder die gleichen Fragen gestellt – daher dachte ich, ich fasse die Antworten zu den fünf häufigsten Fragen mal in einem Blogpost zusammen.

Warum bist du in New York City?
Ich wollte schon ewig nach New York City, schon seit ich ein Teenager bin. Die Stadt hat mich schon immer fasziniert – wieso, kann ich nicht genau erklären. Viele können das nicht nachvollziehen (müsst ihr auch gar nicht), aber alles, was Bezug zu New York hat, hat mich die letzten Jahre konstant wie magisch angezogen. Ich liebe jede Serie, die in New York spielt – einfach nur für die Aufnahmen der Stadt. Meine Obsession mit Casey Neistat beruht auf großen Teilen auf der Tatsache, dass in fast allen Vlogs New York vorkommt. Ich habe immer alle beneidet, die dort Urlaub oder sogar ein Praktikum oder ein Auslandssemester gemacht haben – aber es hat sich für mich nie die Gelegenheit ergeben. Jetzt hatte ich endlich die Zeit und die Möglichkeit, mir meinen großen Traum endlich zu erfüllen. Im Zusammenhang damit ergibt sich auch schon die nächste Frage:

 

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Wie lange bleibst du dort?
Mein Plan war von Anfang an, dass ich hier gerne längere Zeit wohnen möchte, die Stadt wirklich erleben, wissen wir man hier seinen Alltag verbringt. Ich wollte einfach alles mitnehmen, was möglich ist. Dementsprechend war für mich klar, dass ich hier nicht nur ein oder zwei Wochen Urlaub machen möchte. Daher habe ich ursprünglich geplant, für genau zwei Monate hier zu bleiben. Das erschien mir einfach wie ein ganz guter Zeitraum, ohne tieferen Grund. Da ich nun doch am Anfang viel Stress und große Schwierigkeiten hatte, eine Wohnung für den Zeitraum zu finden, habe ich spontan beschlossen, meinen Aufenthalt noch zu verlängern und bis Ende November hier zu bleiben. Insgesamt werde ich also fast drei Monate hier verbringen.

 

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Und was machst du in New York?
Wie oben bereits erwähnt, wollte ich vor allem die Stadt kennenlernen und erleben, also natürlich renne ich hier hauptsächlich wie ein Tourist von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, probiere begeistert typisch amerikanisches Essen aus, freue mich über jeden Laden, den es in Europa nicht gibt und schieße achthundert Fotos pro Tag. Ich wollte hier aber auch einen relativ normalen Alltag haben und richtig „ankommen“ und wohnen. Ich war noch nie für längere Zeit im Ausland, ich hatte aus diversen Gründen kein Gap Year nach dem Abi und kein Auslandssemester im Studium – und das, obwohl ich schon seit der fünften Klasse ins Ausland wollte. Dass ich jetzt für ein paar Monate hier bin, ist also eine Art Mischung aus einem sehr langen Urlaub als Belohnung nach dem Staatsexamen und einem Auslandssemester was ich nie hatte, in dem ich nebenher aber auch weiterhin (wie in Deutschland auch) Vollzeit als Blogger und Youtuber arbeite. Ich habe jahrelang daraufhin gearbeitet, mir diesen Traum hier zu erfüllen und mein Glück und meine Dankbarkeit für diese Möglichkeit lässt sich kaum in Worte fassen.

 

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Wo und wie wohnst du?
Fragen zu meiner Wohnsituation haben sich gehäuft, und obwohl ich dazu eigentlich schon alles in Videoform beantwortet habe, hier nochmal eine kleine Zusammenfassung: Ich habe die erste Woche in einem Airbnb gewohnt, da ich nicht von Deutschland aus ein Zimmer für mehrere Monate mieten wollte. Das erschien mir einfach zu riskant – ich bin ein vorsichtiger Mensch, und wenn ich irgendwo für mehrere Monate bleibe, möchte ich das Zimmer und eventuelle Mitbewohner vorher live sehen. Die Wohnungssuche war dann schwieriger als gedacht und hatte Höhen und Tiefen. Ich wurde auch vorher oft gefragt, wieso ich nicht einfach dann von New York aus ein Zimmer über Airbnb für den restlichen Zeitraum gebucht habe: Airbnb ist wesentlich (!) teurer als die normale Miete hier in New York – und die ist schon lächerlich hoch. Dementsprechend hatte ich natürlich wenig Lust, auch noch diesen Aufpreis auf die sowieso schon horrenden Mieten zu zahlen. Über die Wohnungssuche kann ich gern nochmal gesondert etwas schreiben, das würde in diesem Post den Rahmen sprengen. Letztlich hat sich durch einen unglaublich glücklichen Zufall ergeben, dass das alte Zimmer von Luise in New York zum ersten Oktober frei geworden ist, wo ich dann einziehen konnte. Über Freunde oder Bekannte an ein Zimmer zu kommen, ist natürlich die beste, sicherste und einfachste Option! Ich wohne jetzt also in einem kleinen, aber feinen Zimmerchen in einer Wohnung in Midtown, die ich mir mit drei Mitbewohnern teile. Die oft gestellte Frage, ob ich eine eigene Küche und ein eigenes Bad habe, erübrigt sich dadurch hoffentlich 😉

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Mit wem unternimmst du in New York etwas, wie hast du Leute kennen gelernt?
Abgesehen davon, dass ich in Bezug auf dieses Thema sowieso von Anfang an sehr locker und optimistisch war, wurde mir auch ständig von allen Seiten versichert, dass man in New York sehr schnell Leute kennenlernt. Das kann ich nach nun etwas über einem Monat hier auch bestätigen. Hier gibt es es einfach wahnsinnig viele Leute, die auch nur für kurze Zeit, also für ein paar Wochen oder Monate hier leben, daher kennt fast jeder die Situation und alle sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Viele Bekanntschaften haben sich einfach durch Zufälle ergeben. Wenn ihr am Anfang noch niemanden kennt, kann ich euch Facebook-Gruppen wie Germans in New York oder Deutsche in New York empfehlen. Abgesehen davon kann ich persönlich euch empfehlen, mal mit einem Promoter abends wegzugehen (falls ihr Fragen dazu habt, stellt sie gern in den Kommentaren). Dadurch lernt man sehr leicht ganz viele liebe Mädels kennen, und darüber dann auch wieder deren Freundinnen und so weiter. Ohne irgendwelche Vorurteile verbreiten oder unterstützen zu wollen, habe ich das Gefühl, dass Amerikaner/-innen von Anfang an meist extrem freundlich und aufgeschlossen sind und für europäische Verhältnisse erst mal sehr wenig Distanz haben, aber das Ganze gleichzeitig auf Dauer doch oberflächlicher ist. Das ist gerade am Anfang meiner Meinung nach zwar ungewohnt, aber sehr schön, da man sich gleich willkommen fühlt. Ich persönlich habe bisher mehr Europäer als Amerikaner kennengelernt – was natürlich schade ist, aber ich freue mich trotzdem über jeden neuen Kontakt. Wenn ihr auch gerade einen etwas längeren Auslandsaufenthalt macht oder plant, kann ich euch nur empfehlen: Versucht einfach offen auf neue Leute zuzugehen, selbstbewusst und freundlich, und vor allem ihr selbst zu sein. Erwartet nicht, dass ihr innerhalb von zwei Wochen eine Freundschaft fürs Leben findet. Aber ihr habt nichts zu verlieren, also versucht einfach Kontakte zu knüpfen, wo es möglich ist!

 

Ich hoffe, das hat die häufigsten Fragen beantwortet. Weitere Posts über New York werden natürlich folgen! Falls ihr noch weitere Fragen habt, lasst sie gern in den Kommentaren da.
Lena

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