Food, Travel

New York City Food & Restaurant Guide Pt. 1

Ich war noch nie so oft (und viel) außer Haus Essen wie in den drei Monaten in New York. Dazu haben sicherlich auch meine unglaublich schlecht ausgestattete Küche und die horrenden Lebensmittelpreise im Supermarkt beigetragen, aber vor allem die riesige Auswahl an Restaurants. Für Menschen, die gern kochen, ist New York eine ziemliche Katastrophe. Für Menschen, die gern essen gehen, ist New York das Paradies.

Weil ich auch so oft in den Kommentaren danach gefragt wurde, und weil ich einfach gern darüber schreibe, habe ich meine liebsten Restaurants zusammengesammelt. Als Anmerkung vorab: ich war (für New Yorker Verhältnisse) fast immer relativ günstig und nicht gerade „fancy“ essen. New York ist sowieso schon teuer genug, daher war ich nicht in der „Upper Class“ der Restaurants unterwegs, sondern eher in den unzähligen Casual Fast Food Ketten, Cafés und Delis. Dort zahlt man für eine normale Mahlzeit etwa zwischen 10 und 14 Dollar, für ein Getränk zwischen 3 und 5 Dollar, für einen Snack etwa 5 bis 8 Dollar. Viel günstiger wird es – bis auf wenige Ausnahmen – nicht in New York. Nach oben ist natürlich alles offen, aber da kann ich euch keine Tipps geben.

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Ich habe versucht, alles, was ich euch empfehlen kann, in Kategorien einzuteilen und mich nur auf meine Favoriten zu beschränken, aber die Anzahl sprengt trotzdem noch völlig den Rahmen eines normalen Blogposts. Daher gibt es heute Part #1 mit den Klassikern, gehypten Restaurants und Salat-Läden. Im Laufe der Woche kommt dann noch Part #2 mit Tipps für’s Frühstück, Café-Empfehlungen, Comfort Food und dem trendy healthy Zeug. Von fast allem, was ich jetzt hier aufzähle, gibt es mehrere Filialen, also sucht euch am besten die raus, die für euch am besten liegt.

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KLASSIKER – Die „Must Eats“

Es gibt ein paar Dinge, die sind so klassisch New York, dass sie meiner Meinung nach jeder mal probiert haben sollte. Dazu gehören auf jeden Fall:

Bagels – gibt es in fast jedem Deli relativ günstig und sehr, sehr lecker (ein Grund, weswegen mir das gute deutsche Brot eigentlich nie gefehlt hat)! Bekannt und beliebt ist der Bagel Store in Williamsburg, wo es den berühmtem bunten Rainbow Bagel gibt, zu dem ich es leider persönlich nie geschafft habe… Ich kann euch aber Murray’s Bagels empfehlen.

Pizza – gibt’s an jeder Ecke und in jeder Preisklasse, klassischerweise in „Slices“, also einzelnen Stücken. Die berühmte 1 Dollar Pizza ist wohl das günstigste Essen, was man in New York kriegen kann. Mein Favorit war eindeutig die etwas teurere Artichoke Basille’s Pizza. Es wird stets behauptet, bei Juliana’s & Grimaldi’s in Dumbo gäbe es die beste Pizza in New York. Mir war dort die Schlange allerdings immer zu lang 😉

Street Food – ähnlich wie bei uns der Döner, aber doch anders. Das (vermutlich selbst so getaufte?) „Original“ ist gelb mit roter Schrift und heißt Hallal Guys, und hier lohnt sich die Warterei meiner Meinung nach definitiv. Günstig und wahnsinnig lecker (ich liebe die Hot Sauce!). Allerdings vielleicht nicht empfehlenswert, wenn ihr einen empfindlichen Magen habt. Ich kenne viele, denen es nach dem Essen dort ziemlich schlecht ging …

Hot Dogs – werden ebenfalls überall in kleinen Straßenständen verkauft; der Klassiker ist Nathan’s. Was ich in New York das erste Mal gegessen habe und was man meiner Meinung nach mal probiert haben kann: Chili Dog; das ist ein Hot Dog mit Chili Con Carte drauf. Klingt merkwürdig, ist aber irgendwie lecker.

Burger – sind für mich einfach klassisch amerikanisch. Shake Shack war mein Favorit, hier hat mir jeder Burger geschmeckt und die Cheese Fries sind super. Die Pommes bei Five Guys sind meiner Meinung noch eine Spur besser, beim Burger hängt es stark davon ab, was man als Topping auswählt; aber es ist auf jeden Fall cool, dass man sich alles selbst zusammenstellen kann. Ich mochte hier nur die (leicht ranzig-kühle, klassische Diner-)Atmosphäre nicht so gern  wie bei Shake Shack (Lichterketten!!).

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HYPE – Baby, I’m worth it.

Ein paar Läden sieht man so häufig auf Instagram und Blogs, dass man den Eindruck haben könnte, es gäbe keine anderen Restaurants in New York. Ich habe viele davon ausprobiert und fand davon tatsächlich alle (bis auf The Butcher’s Daughter – aber vielleicht hatte ich dort einfach Pech mit meinem Essen) so gut, dass ich den Hype nachvollziehen kann.

by Chloe – Ich habe selten so leckere Salate gegessen – absolutes Suchtpotenzial! Die ewige Warterei und der Stress im fast immer überfüllten Laden lohnen sich. Auch die Burger fand ich gut. Vom „Sweet Shop“ war ich allerdings sehr enttäuscht, dort hat mir gar nichts geschmeckt.

Jack’s Wife Freda – ebenfalls fast immer eine lange Wartezeit; dafür aber sehr gemütlich, wenn man dann einmal sitzt. Eine kleine, aber feine Auswahl an Speisen, die alle sehr lecker waren. Allerdings auch nicht gerade günstig.

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Black Tap – Übertrieben dekadente Milkshakes, die mir aber tatsächlich alle gut geschmeckt haben (dabei trinke ich nicht mal gerne Milkshakes!). Auch die Pommes waren gut – einen Burger habe ich zu dem Shake nicht mehr geschafft, aber sie sahen auf jeden Fall gut aus! Hier war außerdem die Bedienung ganz besonders freundlich.

Pokéworks – Einer meiner absoluten Favoriten. Es gibt Sushi-Bowls & -Burritos, quasi japanisch in mexikanischem Style. Man kann sich die Zutaten selbst zusammenstellen, die Auswahl ist groß und die Zutaten alle frisch und lecker. Wer gern Sushi isst, sollte hier auf jeden Fall vorbeischauen!

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Sprinkles / Cupcake ATM – Sehr verführerisch. Ich bin mehr als nur gelegentlich abends auf dem Nachhauseweg noch beim Cupcake Automaten vorbeigelaufen. Aber auch ein Besuch in der Filiale lohnt sich. Die Cupcakes sind wahnsinnig lecker, es gibt viele außergewöhnliche Sorten und ich war am Ende richtig süchtig, dabei bin ich ansonsten gar kein großer Cupcake Fan, um ehrlich zu sein.

Magnolia Bakery – Von den Cupcakes hier war ich eher enttäuscht, aber dafür war ich umso begeisterter vom Chocolate Banana Pudding. Sieht unansprechend aus, schmeckt aber himmlisch! Auch die Lemon Bars mochte ich sehr gern.

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SALADS – Eat your greens.

Ich esse in Deutschland gerne Salat, aber ich bin noch nie ein Fan von Dressing gewesen. Das hat sich in New York schlagartig geändert. Ich weiß nicht, was die da in die Dressings hauen, aber es schmeckt einfach nur wahnsinnig gut (und das durchgehend überall, wo ich Salat gegessen habe). Außerdem ist die Zusammenstellung von Zutaten oft kreativer und außergewöhnlicher als in Deutschland. Da auch fast immer Nudeln, Kartoffeln, Quinoa, Reis oder Chips im Salat sind, machen sie auch ordentlich satt!

Sweet Green – Fand ich von allen Salat-Läden am besten. Leider habe ich es nur einmal dort hin geschafft, aber der Salat ist definitiv in Erinnerung geblieben. Es ist außerdem fast alles regional und bio.

Chop’t – Eine große Auswahl an vielen leckeren Kombinationen. Was hier meiner Meinung nach ganz cool ist: nach dem Zusammenmischen werden die Zutaten dann nochmal profimäßig „kleingehäckselt“ und aus irgendeinem Grund schmeckt es so besser als vorher 😉

Fresh & Co – Hier gibt es nicht nur Salate, sondern auch (meiner Meinung nach relativ teure, aber leckere) Sandwiches, Säfte, Snacks, und warme Quinoa oder Rice Bowls. Auch hier wird alles – wie der Name anklingen lässt – ganz frisch vor den Augen der Kunden zusammengewürfelt  und so schmeckt es auch!

Ich hoffe, da war schon der ein oder andere Tipp für eure nächste New York Reise dabei? Schaut im Laufe der Woche vorbei für Part #2. Außerdem hoffe ich, dass ich auch noch genug Fotos für einen einen Blogpost zusammenkriege mit den Top 10 (oder eher 50) Sehenswürdigkeiten. Natürlich sind auch eure Restaurant-Tipps gern in den Kommentaren gesehen!

lena