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Packen für drei Monate Ausland – Ein Zwischenstand

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Wie bereits mehrfach angesprochen, ist meine Zeit hier in New York mein erster längerer Auslandsaufenthalt – davor war meine längste Reise meine dreiwöchige Interail-Tour durch Europa. Dementsprechend war ich mit dem Packen völlig überfordert. Ich hatte zwar unzählige Reise-Hack-Videos gesehen; ich weiß, dass man Klamotten besser rollt als faltet und wie man Shampooflaschen mit Frischhaltefolie dicht macht. Aber: Für welche Wetterlagen muss man Schuhe mitnehmen? Wie viel Unterwäsche packt man ein, wenn man zwei oder drei Monate weg ist? Wie lange reicht ein Deo?

Letztlich war alles gar nicht so schwierig wie gedacht und nachdem ich nun seit zwei Monaten hier bin, kann ich rückblickend sagen, dass ich wirklich sehr gut gepackt habe – was zu großen Teilen Leonie zu verdanken ist, die mir dabei geholfen hat.

Im Grunde kann man für mehrere Monate Ausland genauso packen wie für einen zwei- bis dreiwöchigen Urlaub, jedenfalls, was die Kleidung angeht. Hört sich erst mal komisch an, aber ist tatsächlich so. Ich habe dementsprechend fast alles nach meiner ganz normalen Packliste gepackt (die ich übrigens für jede Reise verwende) und die Anzahl angepasst auf das, was ich in zwei bis drei Wochen brauchen würde. Bei mir hat das super gepasst, nach dieser Zeit hatte ich eigentlich alles aus meinem Koffer so oft getragen, dass ich alles einmal waschen konnte. Wenn ihr euch für die genauen Sachen interessiert, die ich eingepackt habe, dann schaut beim Vlog # 101 vorbei – dort habe ich euch beim Packen mitgenommen. Ich habe euch meine Packliste als pdf zusammengestellt, so dass ihr sie euch runterladen und ausdrucken könnt – mein Tipp ist allerdings, sie im Handy als Notiz abzuspeichern. So hat man sie immer dabei, kann alles direkt abhaken und viel einfacher noch Sachen hinzufügen oder anpassen.

Lediglich bei Produkten wie Kontaktlinsen und wichtigen Medikamenten sollte man daran denken, genug für den gesamten Zeitraum einzupacken und am besten auch noch ein zusätzliches Backup. In den meisten Ländern kann man ansonsten alles Aufgebrauchte vor Ort nachkaufen, also Shampoo,  Tampons und co. Da mir vorher der Tipp gegeben wurde, dass gerade Drogerie- und Hygieneartikel in New York sehr teuer sind, habe ich mir hier aber fast alles auf Vorrat mitgebracht, worüber ich wirklich sehr froh bin. Die sieben Dollar, die hier ein Deo kostet, gebe ich lieber für ein Sandwich aus 😉

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Ein paar wenige Dinge habe ich allerdings doch tatsächlich vergessen, hauptsächlich, weil sie nicht separat auf meiner Liste standen. Das vermutlich wichtigste – gerade in New York (#noisepollution) – waren Ohropax. In meinen Bibliotheks-Zeiten mein täglicher Begleiter und nach ein paar Monaten „Entwöhnung“ habe ich tatsächlich vor der Reise nicht daran gedacht!  Mein absoluter Favorit sind übrigens die aus Silikon. Außerdem habe ich meine geliebte Augenpflege vergessen sowie eine Handcreme. Das sind zwei Dinge, die ich eigentlich jeden Abend benutze, weswegen ich auch die vor Ort einfach nachgekauft habe. Eine wichtige Sache, die vorher nicht auf meiner Liste stand, war ein Gürtel. Rutschende Hosen sind wirklich absolut nervig, daher habe ich hier sofort den erstbesten Gürtel gekauft, den ich finden konnte. An Haargummis hatte ich gedacht, aber nicht an Haar- oder Duttnadeln und bei meinen Haaren hält ein Dutt leider ohne zusätzliche Fixierung nicht richtig. Ich habe hier dann Bobby Pins von Conair gekauft, was ein zufälliger Glücksgriff war. Die sind tatsächlich sehr viel besser als alle, die ich sonst bisher ausprobiert habe! Eine Sache, die vermutlich nur für mich persönlich als Youtuber wichtig ist: ich hatte den Handy-Adapter für meinen Mini-Tripod vergessen. Da ich mein iPhone gerne für Timelapses benutze, hat mich das nach einer Weile wirklich sehr genervt und ich habe dann glücklicherweise bei Target ein Set für 5 Dollar gefunden.

Ein paar weitere Sachen, die ich vergessen und gerne hier gehabt hätte:

#1 – Meine Silberspülung! Wie mir das passieren konnte, weiß ich nicht, da ich sie bei jeder Haarwäsche verwende. Ich habe dann hier vor Ort ein Silbershampoo als Ersatz gekauft, was ganz in Ordnung ist.

#2 – Schuhhygiene-Artikel, also frische Einlegesohlen und mein geliebtes Schuhdeo. Wenn man es gewohnt ist, das sonst regelmäßig zu benutzen, fehlt es einem nach ein paar Wochen sehr. Die Preise hier in New York sind dafür einfach lächerlich hoch, weswegen ich mich ein wenig geärgert habe, das nicht aus Deutschland mitgebracht zu haben.

#3 Mehr (lange) Sportsachen. Ich habe genau zwei „Sets“ Sportsachen eingepackt – eins in lang, eins in kurz. Da ich vorher natürlich nicht wissen konnte, wo genau ich wohne und ob es mich eher in den Park oder eher ins Fitnessstudio verschlägt, war das nichts, was man vorhersehen konnte; aber ich musste mich vor Ort erst mal mit ein paar langen Sporthosen und -Oberteilen eindecken, um regelmäßig im Central Park laufen zu können, da es Anfang Oktober dann doch etwas frisch geworden ist.

# 4 Wärmflasche. Ich bin eine richtige Frostbeule, und im Winter schlafe ich in Deutschland jede Nacht mit Wärmflasche. Das vermisse ich hier sehr und rückblickend hätte sie im Koffer nicht viel Platz oder Gewicht weggenommen!

# 5 Handwaschmittel und Fleckenentferner. Ich dachte; in einer Großstadt ist regelmäßiges Waschen kein Problem, aber in New York ist das teurer und komplizierter als gedacht. Daher habe ich oft ein Handwaschmittel vermisst, mit dem man mal schnell das ein oder andere Teil im Waschbecken auswaschen kann. Letztlich habe ich es vor Ort gekauft, mich aber (wie so oft) über den lächerlichen Preis geärgert.

#6 Ein E-Book-Reader. Ich habe vor der Reise lange mit mir gehadert, ob ich endlich mal in ein Kindle investieren soll, es dann erst mal gelassen und es hier in New York letztendlich oft bereut. Sowohl im Flugzeug als auch vor allem in der Subway (kein Handempfang, olé) hätte ich es definitiv gut gebrauchen können. Eine Sache, die wohl auf meine Weihnachtswunschliste wandert!

 

Was sind eure Tipps fürs Packen?

Was habt ihr schon auf vielen Reisen vergessen? 

lena