Beauty, Lifestyle

Peinliche Situationen, negative Kommentare und falsche Eindrücke

4

Hattet ihr schon mal das Bedürfnis, euch zu verstecken? Oder habt ihr euch schon mal gewünscht, einfach unsichtbar zu sein? Zum Beispiel, wenn man sich bekleckert und dann einen Fleck auf dem Oberteil hat. Wenn man einen Witz gemacht hat, den niemand in der Runde verstanden hat. Wenn man auf der Straße über seine eigenen Füße stolpert. Wenn man auf dem Handy Musik anmacht und vergessen hat, dass die Kopfhörer nicht im Handy stecken und dann jeder in der Bahn mit „Circle Of Life“ beschallt wird. Wenn man gestresst und zu spät zu einem Termin kommt und den Raum betritt und alle einen anstarren.

Oft habe ich dieses Gefühl auch, wenn ich mich mit meinem Äußeren nicht wohl fühle. Wenn ich weiß, dass meine Haare nicht sitzen, wenn ich einen furchtbaren Pickel habe, der auch unter drei Schichten Concealer noch mehr als präsent ist, wenn ich nicht so ganz sicher bin, ob das Outfit die richtige Wahl war für den Anlass und ob es mir überhaupt steht. Wenn ich auf dem Laufband stehe und genau weiß, dass mein Gesicht tomatenrot ist und ich an Stellen schwitze, von denen ich bis vor kurzem nicht mal wusste, dass man dort schwitzen kann. Wenn ich meiner Meinung nach zu wenig oder zu viel Make-Up im Gesicht habe. Die ein oder andere Situation kennt sicher jeder von euch.

3

Am stärksten ist bei mir das Bedürfnis mich zu verstecken, wenn ich negative Kommentare lese. Wenn eine völlig fremde Person dir persönlich schreibt, dass sie deine Frisur nicht mag, deinen Charakter arrogant findet oder dich fragt, wie viel du eigentlich in der letzten Zeit zugenommen hast, dann ist das ziemlich verletzend, egal ob man das will oder nicht. Versteht mich nicht falsch: wir bekommen zum allergrößten Teil nur positive Kommentare und unzählige Komplimente pro Tag und dafür bin ich extrem dankbar und finde das niemals selbstverständlich. Negative Kommentare von unseren Zuschauern sind wirklich die absolute Seltenheit, und wenn doch, dann sind davon die meisten konstruktiv und gut durchdacht. Es kommt aber gelegentlich vor, dass Kommentare dabei sind, die sehr persönlich sind und ein wenig unter die Gürtellinie gehen. Ich bin mir sicher, dass die Autoren dieser Kommentare das (im Normalfall) nicht im Mindesten so beabsichtigen, aber sie treffen einen einfach. Und was du einmal gelesen hast, bleibt hängen und man erinnert sich an einen einzigen negativen Kommentar wesentlich länger als an hundert positive.

7

Ich hatte schon so viele unangenehme Situationen, in denen ich mich einfach unter die Bettdecke verkriechen wollte. Aber genau dann ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass man dafür keinen Grund hat. Es ist manchmal schwer, das selbst zu glauben und vor allem auch umzusetzen. Denn gerade Äußerlichkeiten, die einem nicht gefallen, kann man so leicht kaschieren, insbesondere auf Fotos und in Videos. Es ist kein großer Aufwand, sich nur perfekt geschminkt, mit schön gemachten Haaren und in vorteilhaften Winkeln im Internet zu zeigen. Seinen Charakter kann man natürlich ein wenig schwieriger verstecken, aber auch im Bezug auf seine Erlebnisse und seinen Alltag ist es leicht, immer nur die Highlights, die schönen und einfachen Dinge zu zeigen und alles, was schief läuft und die Momente, in denen es einem nicht gut geht, einfach rauszuschneiden.

6

Aber genau das vermittelt ein falsches Bild – einerseits an Zuschauer, die dann vielleicht denken, man sähe immer top aus und hätte ein perfektes Leben. Aber auch einen selbst: nämlich, dass man sich anders nicht präsentieren darf, dass man sein „ungestyltes Ich“ und „unperfektes Leben“ verstecken muss. Deswegen ist es so wichtig, sich immer wieder daran zu erinnern, dass man so in Ordnung ist, wie man nun mal ist. Dass auch Fehler und Makel menschlich sind. Dass es immer jemanden geben wird, der irgendetwas an dir nicht gut, nicht richtig oder nicht schön findet, aber dass man es niemals allen recht machen kann – und auch nicht muss. Dass man auch die Momente, in denen man sich selbst oder sein Leben unschön findet, teilen kann und sollte. Und natürlich, dass man die eigenen Unsicherheiten und alle negativen Kommentare am besten mit guter Laune und der besten Freundin vergessen kann.

5

Aus diesem Grund finden wir die aktuelle #NichtsZuVerstecken Kampagne von Dove so toll, die – passend zum neuen Dove Anti-Transpirant – dazu aufruft, dass man als Frau seine Achseln, die ja allgemein eher als „unsexy“ gelten, nicht verstecken müssen sollte. Aber auch ganz allgemein soll die Aktion dazu ermutigen, sich selbst so zu akzeptieren wie man ist, selbstbewusst zu sein und alles an sich schön zu finden, gesellschaftliche Konventionen hin oder her. Gerade das Thema Achseln ist ja sehr empfindlich und viel diskutiert, insbesondere seit einige Frauen wieder Achselbehaarung tragen. Was ich zu diesem Thema teilweise für unmögliche Kommentare gelesen habe, ist wirklich traurig. Ich finde, jede Frau – und natürlich auch jeder Mann – sollte das tragen können, was er oder sie möchte und das Recht haben sich auch genau so wohlfühlen, ohne dabei vor negativen Reaktionen der Umgebung Angst haben zu müssen.  Als gemeinsames Signal für Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz wurde von dem Berliner Modelabel IVY & OAK ein sehr hübsches Shirt in limitierter Stückzahl designt, von dem wir jeder 15 Stück verlosen dürfen. Das Shirt könnt ihr hier und auf Instagram sehen und falls ihr gerne eins gewinnen würdet, schaut nächste Woche nochmal bei meinem Instagram Account vorbei 🙂

lena

Dieser Blogpost ist in einer bezahlten Kooperation mit Dove entstanden. Vielen Dank für die freundliche Zusammenarbeit.