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Veni Vidi Amavi: Mein Australien Urlaub

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Australien stand, um ehrlich zu sein, nie ganz oben auf meiner Wunschreiseziele-Liste. Klar, irgendwann wollte ich mal hin, aber für die nahe Zukunft war das nicht unbedingt geplant. Dann ist jedoch meine Freundin Ida für ein halbes Jahr nach Sydney gegangen, ich hatte nach dem grauen Januar und Februar in Köln das dringende Bedürfnis nach Sommer & Sonnenschein und schon saß ich jeden Abend vor dem Rechner und habe die Flugverbindungen von Emirates und co. gecheckt.

Mit jedem Tag wuchs die Vorfreude und in gewisser Weise meine Erwartungen – und sie wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Ich habe mich spontan Hals über Kopf verliebt – die zwei Wochen waren vermutlich der schönste Urlaub, den ich je hatte und ich überlege jetzt schon, wann ich das nächste Mal wieder nach Australien fliegen kann.

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PREPARATION IS KEY

Ich habe viele Fragen bekommen zu meiner Reiseplanung und ich muss ehrlich sagen, dass ich ziemlich unvorbereitet losgeflogen bin. Das lag hauptsächlich daran, dass ich ja vor Ort jemanden besucht habe – ansonsten hätte ich mich auf jeden Fall vorher besser informiert. So habe ich aber lediglich meinen Flug gebucht (ich bin aufgrund vieler Empfehlungen von Freunden und Bekannten mit Emirates geflogen, die günstigsten Verbindungen suche ich immer über skyscanner.de oder mit Google Flights) und ein eVisa beantragt (das geht innerhalb von ein paar Minuten online und kostenlos unter border.gov.au).

Bezüglich des Fluges war ich leider sehr naiv – ich dachte, zwischen einem Flug nach New York und einem nach Sydney wird schon kein so großer Unterschied liegen. Völlig (!!!) falsch gedacht, vor allem, wenn man erkältet und erschöpft von Karneval in den Flieger steigt. Der Hinflug war wirklich ziemliche Quälerei. Für den Rückflug war ich dann besser vorbereitet – ein Blogpost mit meinen Tipps, Empfehlungen und Must-Haves für Langstreckenflüge wird folgen.

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WORK. SAVE. TRAVEL. REPEAT.

Da auch viele Fragen zu den Kosten kamen: Australien ist sehr teuer (außer man arbeitet vor Ort, die Löhne sind nämlich auch ziemlich hoch). Für den Flug könnt ihr mit etwa 1000 Euro rechnen, eine normale Mahlzeit im Restaurant kostet zwischen 20 und 35 AUD, ein Kaffee zwischen 4 und 7 AUD, ein alkoholisches Getränk zwischen 10 und 20 AUD. (Ein Blogpost mit Restaurant-Tipps wird folgen!) Aber wie wir alle wissen: travel is the only thing you can spend money on that will make you richer. Die Reise war mir jeden Cent wert und ich bin mir relativ sicher, dass das fast jedem so geht, der Australien besucht.

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I HAVEN’T BEEN EVERYWHERE BUT IT’S ON MY LIST.

Leider hatte ich nur zwei Wochen Zeit für die Reise, davon war ich eine Woche in Sydney und eine in Melbourne. Für die beiden Städte reicht jeweils eine Woche locker, für ganz Australien sind zwei Wochen natürlich sehr knapp. Ich wäre sehr gern noch länger geblieben und hätte mehr gesehen: mehr Städte, mehr von der Küste, ein bisschen Outback. Aber auch so finde ich, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. Sydney und Melbourne haben mir beide sehr gut gefallen. Von Sydney nach Melbourne sind wir übrigens mit Tiger Air geflogen, Inlandsflüge sind sehr günstig (ca. 40-60 AUD).

Melbourne fand ich etwas jünger, hipper, extrem lebendig und „urban“, wenn man das so sagen kann. Sydney ist etwas cleaner, erwachsener, wirkt durchgestylter und more business-like. Aber in beiden Städten habe ich mich sehr wohl gefühlt und vor allem die Nähe zu verschiedenen Stränden hat es mir extrem angetan. Mit den von vielen so gefürchteten gruselig großen und gefährlichen Insekten hatte ich übrigens (zum Glück!) keinerlei Begegnungen.

In Sydney habe ich bei Ida geschlafen, in Melbourne waren wir in einem Hostel, dem Space Hotel. Extrem saubere Zimmer und Bäder, angenehme Atmosphäre, riesiges Rooftop mit wunderschönem Ausblick (und Jaccuzzi!), ein kleines Gym, große Küche, super nette Leute, top Lage. Einzig der Name ist vielleicht etwas irreführend, denn viel Platz hat man beim besten Willen nicht, die Zimmer sind ziemlich klein und eng. Ich habe mich aber trotzdem noch nie so wohl gefühlt in einem Hostel.

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TRAVELLING – IT LEAVES YOU SPEECHLESS, THEN TURNS YOU INTO A STORYTELLER.

Was mir an Australien abgesehen von Sonnenschein, Stränden und Meeresrauschen am besten gefallen hat, war die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen. Nicht nur die Australier sind unheimlich entspannt, interessiert und hilfsbereit – das scheint auch auf die meisten Reisenden abzufärben. Selten hat mir an sich belangloser Smalltalk so viel Spaß gemacht. Abgesehen davon waren meine Highlights: unzählige verschiedene leckere Frühstückslokale, die Tagestour entlang der Great Ocean Road (vor allem Dank dem besten Tour Guide ever, Shane von Neighbours), Sonnenuntergänge am Strand, Pinguine und Koalas in freier Natur, Sushi auf dem Hostel Rooftop, mein erstes Tattoo, wahnsinnig guter Kaffee, alle neuen Bekanntschaften, die wir gemacht haben. Vor allem aber hat der Urlaub mich total angefixt, was Reisen generell betrifft. Ich habe wieder einmal so richtig realisiert, wie unglaublich viele Orte es auf der Welt gibt, die ich noch sehen will und ich kann es kaum abwarten, den nächsten Flug zu buchen.

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Fernweh (n) – an ache for distant places; the craving for travel. 

Wart ihr schon mal in Australien? Wenn ja, wo? 
Was ist euer Top Reiseziel?

lena