Beauty

#WOKEUPLIKETHIS
Der Traum von immer schwarzen, perfekten Wimpern

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Einfach aufzustehen und wunderschöne Wimpern zu haben, ist vermutlich der Traum von vielen Frauen. Ich bin mit meinen natürlichen Wimpern eigentlich ganz zufrieden. Sie sind ziemlich lang, voluminös und haben auch einigermaßen Schwung. Aber meine Wimpern sind extrem hell, daher sieht man davon leider absolut nichts mehr, sobald ich abgeschminkt bin. Ich habe deswegen (abgesehen von 309402934 Mascaras) schon so einiges durchgetestet, was meine Wimpern angeht.

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Mein erster Versuch einer etwas „längerfristigen Lösung“ war, mir meine Wimpern beim Friseur färben zu lassen – wovon ich ehrlich gesagt eher enttäuscht war. Vielleicht lag es an der Farbe oder an meinen hohen Erartungen? Jedenfalls war für mich der Unterschied so minimal, dass es mir den Aufwand und das Geld nicht wert war.

Nach ein paar Monaten Überlegung und Recherche habe ich es dann mit eine Wimpernwelle mit anschließender Färbung probiert. Ich habe viele Blogger von „Lash Lifts“ schwärmen hören, die man sich quasi wie eine Dauerwelle für die Wimpern vorstellen kann. Die Prozedur habe ich als ziemlich unangenehm empfunden, aber es hat sich meiner Meinung nach wesentlich mehr gelohnt als das reine Färben. Die Wimpern haben zwar deutlich weniger Volumen als wenn man sie mit Mascara tuscht, aber sie waren wirklich tiefschwarz und geschwungen. Für den normalen Alltag empfand ich daher die Wimpernwelle als sehr gute Lösung, da ich persönlich mich damit auch ungeschminkt relativ wohl gefühlt habe, aber man problemlos auch noch nachhelfen kann mit Wimperntusche oder künstlichen Wimpern und man sich auch schminken und abschminken kann wie man möchte. Das Ganze hat etwa 4 Wochen gehalten und etwa 40 Euro gekostet. (Von diesen beiden Versuchen habe ich leider keine Fotos gemacht, da dieser Blogpost hier ursprünglich nicht geplant war.)

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Bevor ich im März nach Australien geflogen bin, habe ich mich kurzfristig dazu entschieden, es doch mal mit richtigen Lash Extensions zu probieren. Ich dachte, für so einen Sommerurlaub ist es vielleicht mal ganz angenehm, sich wirklich absolut gar keine Gedanken um Make-Up zu machen, und oh boy, das hat sich echt gelohnt.

Ich empfinde es im Alltag so gut wie nie als lästig, mich zu schminken oder geschminkt zu sein (im Gegenteil, ich mache das ja wahnsinnig gerne), aber im Sommerurlaub und gerade wenn man in Hostels unterwegs ist, ist es wirklich wunderbar, wenn man morgens aufwacht und direkt fertig ist. Es war für mich eine riesige Zeitersparnis und bei dem heiß-schwülen Wetter in der Stadt und beim Sonnen am Strand extrem angenehm, sich keinerlei Gedanken um verlaufenen Concealer oder verschmierte Mascara zu machen. (Dazu sind natürlich keine Lash Extensions notwendig; ich feiere jeden, der einfach so „au naturell“ geht, aber ich persönlich fühle mich mit dunklen Wimpern einfach wohler als komplett „nackig“ um die Augen.)

Ich habe mir die Lash Extensions bei Kawaii Nails machen lassen. Der einzige Grund dafür war, dass es einer der günstigsten Salons in Köln und auf treatwell.de ziemlich gut bewertet ist. Da das für mich nur so eine Art „Testlauf“ war, um zu schauen, wie es mir gefällt, wollte ich erst mal nicht all zu viel Geld dafür ausgeben. Die erste Behandlung hat nur 45 Minuten gedauert und war angenehm entspannt. Die Mitarbeiterin war freundlich und ich hatte weder währenddessen noch im Anschluss Probleme mit der Behandlung. Das Studio ist wirklich kein (!!!) schicker Luxus-Salon, aber das kann man für den vergleichsweise geringeren Preis auch nicht erwarten. Ich habe mich für 100 Stück entschieden und für die kürzesten, die es in diesem Salon gab, da ich das Ergebnis eigentlich relativ natürlich haben wollte. Es waren jedoch trotzdem sehr lange und extrem dichte Wimpern, denen man zumindest von Nahem definitiv angesehen hat, dass es (leider) nicht meine eigenen waren. Gespürt oder „im Augenwinkel gesehen“ habe ich sie trotzdem nicht, dementsprechend haben sie haben mich im Alltag nicht gestört – ich habe aber auch künstliche „Einmal-„Wimpern noch nie als unangenehm empfunden.

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Da täglich ein paar Wimpern ausfallen, hat mir das Ergebnis nach etwa einer Woche am besten gefallen, da es natürlicher war als am Anfang, aber trotzdem noch sehr dicht. Nach der zweiten Woche hatte ich schon deutliche Lücken, und leider sind die Wimpern auch sehr ungleich ausgefallen, das heißt auf einer Seite wesentlich mehr als auf der anderen. Nach zweieinhalb Wochen habe ich deswegen angefangen, auf einer Seite dann jeden Tag noch ein paar Single Lashes anzukleben. Nach dreieinhalb Wochen war dann im Grunde nichts mehr von den Wimpern zu sehen, was mir aber auch vorher so gesagt wurde und was für Wimpernextensions (in dieser Stückzahl) wohl relativ normal ist.

Ich war insgesamt zufrieden mit den Extensions. Das Ganze war ist zwar ein teurer Spaß, vor allem, wenn man bedenkt, dass es nur drei bis vier Wochen hält und dass es in den meisten anderen Salons deutlich (!!) teurer ist also die 60 Euro, die ich bei Kawaii Nails gezahlt habe. Aber ich habe es trotzdem als wunderbaren Luxus empfunden, morgens einfach aufzustehen und ungeschminkt zu bleiben – dadurch habe ich wahnsinnig viel Zeit gespart.

Während man Lash Extensions trägt, kann man kann sich eigentlich relativ normal schminken, man muss nur beim Abschminken vorsichtig sein. Da ich auf den Aufwand keine Lust hatte (und es mir ja auch gerade darum ging, dass ich mich nicht schminken wollte), habe ich mehr oder weniger darauf verzichtet und mich wenn überhaupt nur im Gesicht, nicht um die Augen herum geschminkt. Ab und zu habe ich meine unteren Wimpern getuscht, und dann beim Abschminken darauf geachtet, die Extensions in Ruhe zu lassen.  Man sollte die Wimpern regelmäßig mit einem Bürstchen durchkämmen, aber ansonsten muss man (soweit ich weiß) nichts beachten.

Weil mich die Zeitersparnis so happy gemacht hat, habe ich nach dreieinhalb Wochen die Wimpern noch einmal auffüllen lassen. Diesmal war ich leider nicht ganz so zufrieden mit der Behandlung und dem Ergebnis. Ich persönlich habe es als etwas ungleichmäßig empfunden und es wurde auch nicht hundertprozentig so umgesetzt, wie ich es mir gewünscht hatte. Sie haben – wie davor auch – wieder etwa 3 Wochen gehalten, sind aber auch wieder ungleichmäßig ausgefallen.

Nach 6 Wochen Extensions wollte ich meinen Wimpern dann eine Pause können. Einerseits habe ich es echt vermisst, mich mal komplett „ungeschminkt“ zu fühlen und ohne aufzupassen über meine Augen zu reiben. Andererseits wollte ich einfach mal sehen, wie es meinen Naturwimpern so geht. Im ersten Moment war ich wirklich ziemlich geschockt. Ich hatte zwar vorher schon oft gehört, dass die Extensions ziemlich unschöne Auswirkungen auf die Naturwimpern haben können, aber ich habe natürlich gehofft, dass diese Erzählungen vielleicht übertrieben waren. Bei mir war es das nicht: Ich hätte am liebsten geheult, als ich das erste Mal wieder meine Naturwimpern getuscht habe. Sie waren wahnsinnig dünn, standen merkwürdig und komplett ohne Schwung in alle Richtungen – nur nicht nach oben -, ließen sich überhaupt nicht mehr biegen und sahen mit Wimperntusche eher noch schlimmer aus als ohne. Im ersten Moment hatte ich wirklich ein wenig Panik, dass ich jetzt auf ewig solche Wimpern haben würde. Das war glücklicherweise aber nicht der Fall. Ich habe eine Weile ein Wimpernserum (Revitalash *) benutzt, meine Wimpern ordentlich getuscht und etwa eine Woche lang zusätzlich immer künstliche Wimpern getragen. Nach etwa anderthalb Wochen waren meine Wimpern im Grunde wieder so wie vorher (das Serum habe ich danach auch nicht weiterverwendet und ich glaube, meinen Wimpern wäre es vermutlich auch ohne Serum nach ein paar Wochen wieder besser ergangen).

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In Berlin während der Fashion Week hatte ich das Glück, eine kostenlose Behandlung bei Xtremelashes zu bekommen. Von dieser Behandlung stammen übrigens auch die Fotos aus diesem Blogpost, da die Fotos von meinen ersten beiden Verlängerungen leider aus irgendeinem Grund verschwunden sind. (Falls ihr euch für das Ergebnis interessiert, könnt ihr aber einfach bei meinem Australien Vlog vorbeischauen, da sieht man die Wimpern sehr gut „in Action“.) Das Ergebnis und der Service waren meiner Meinung nach bei Luxuslashes wesentlich besser als bei Kawaii Nails, obwohl die Behandlung auch länger gedauert hat (ca. 75 Minuten). Da die Preise hier aber einfach vom jeweiligen Salon bzw. der jeweiligen Kosmetikerin abhängen und eigentlich alle Preise höher sind als die bei Kawaii Nails, gehe ich davon aus, dass man dafür leider auch wesentlich mehr bezahlt. Ich bin gespannt, wie lange diese Wimpern halten werden. Mir wurden etwa vier Wochen versprochen – ich werde euch in den kommenden Wochen auf dem laufenden halten und in den Kommentaren unter diesem Post ein Update einfügen. Wenn die Wimpern länger besser aussehen, lohnt sich der höhere Preise eventuell und ich überlege ernsthaft, sie mir dann noch einmal auffüllen zu lassen vor meinem nächsten Sommerurlaub 😉

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Insgesamt habe ich zu Wimpernverlängerungen jedoch wirklich eine gespaltene Meinung: vom Ergebnis und dem „Lebensgefühl“, was ich mit den Lash Extensions hatte, war ich absolut begeistert. Von den Auswirkungen auf meine Wimpern eher weniger. Aber damit muss man halt vermutlich einfach rechnen, wenn man sich Permanent-Kleber auf die Wimpern schmieren lässt. Als dauerhafte Lösung würde ich persönlich daher vermutlich nicht zu Lash Extensions tendieren (aber man soll ja niemals nie sagen und vielleicht gibt es irgendwann einen Kleber, der nicht so schädlich ist?). Für einen besonderen Anlass wie Urlaub, Hochzeit oder ähnliches finde Lash Extensions jedenfalls wunderbar.